Schienentransport

Grenze zu Weißrussland offen - Tusk kündigt Termin in der Nacht vom 23. zum 24. September an

Robert FischerRobert Fischer
Data publikacji: 23. Sept. 2025Czas czytania: 3 Minuten

Premierminister Donald Tusk hat einen Termin für die Öffnung der Straßen- und Bahnübergänge an der Grenze zu Belarus genannt. Gemäß einer gemeinsam mit dem Minister für innere Angelegenheiten und Verwaltung getroffenen Entscheidung, der Grenzverkehr wird bereits am 23./24. September um Mitternacht wieder aufgenommen. Dies ist die Nachricht, auf die die gesamte Logistikbranche gewartet hat.

Eine Rückkehr zur Normalität

Es sei daran erinnert, dass die vorübergehende Schließung der Grenze aus Sicherheitsgründen im Zusammenhang mit den russisch-weißrussischen Militärübungen "Zapad 2025" erforderlich war. Die Entscheidung, die Grenzübergänge wieder zu öffnen, ist eine direkte Folge der Beendigung dieser Manöver und der Deeskalation der Lage in der Region. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die Schließung der Grenzen auch aus geopolitischer Sicht von Bedeutung war. Mit der Schließung sollte Druck auf Belarus ausgeübt werden, damit es seine destabilisierenden migrationsbezogenen Aktivitäten gegen Polen einstellt. Sie sollte auch China in die Pflicht nehmen, dessen Interessen durch die Unterbrechung der Eisenbahnverbindung zur Seidenstraße beeinträchtigt wurden. Die Sperrung des wichtigsten Eisenbahntores zur Europäischen Union in Małaszewicze verletzte eindeutig ihre Interessen. Polen versuchte daher, China in die Lösung der Krise einzubeziehen, indem es darauf hinwies, dass die Stabilität seines wichtigsten Handelskorridors von der Beendigung der destabilisierenden Aktivitäten seines belarussischen Partners abhängt.

Der Premierminister fügt hinzu, dass "dieses Werkzeug" noch in unseren Händen liegt 

Wie Ministerpräsident Donald Tusk betonte, wurde die Entscheidung zur Öffnung der Grenze im Interesse der polnischen Unternehmen und Spediteure getroffen, darunter auch der Firma PKP Cargo. Gleichzeitig wies der Ministerpräsident darauf hin, dass es sich um einen bedingten Schritt handelt. Im Falle erneuter Spannungen oder aggressiver Handlungen von Belarusist die Regierung bereit, eine sofortige Entscheidung zur erneuten Schließung der Grenzübergänge zu treffen.

Bis zu 1.500 polnische Lastwagen stecken in Weißrussland fest 

Die plötzliche Schließung der Grenze löste eine unmittelbare und ernste Krise aus, deren Ausmaß Gegenstand einer öffentlichen Debatte war. Die alarmierendsten Daten wurden vorgelegt von Der Vorsitzende des Verbandes der internationalen Straßentransporteure (ZMPD), Jan Buczek, schätzt, dass bis zu 1.500 polnische Lkw auf der weißrussischen Seite festsitzen. Diese Ansicht wurde von Politikern geteilt - der stellvertretende Sejm-Sprecher Krzysztof Bosak sprach von "über tausend" Fahrzeugen. Die offiziellen Zahlen der Regierung, die vom Ministerium für Inneres und Verwaltung vorgelegt wurden, waren dagegen viel niedriger und lagen bei 130 Fahrzeugen.

Unabhängig von der tatsächlichen Zahl bedeutete jeder zurückgehaltene Sattelauflieger für das Transportgewerbe enorme Verluste. Die Spediteure betonten, dass die Entscheidung ohne Konsultation getroffen wurde und den Fahrern "nur zwei Tage" Zeit gegeben wurde, Belarus zu verlassen. Dies führte zu gigantischen Kosten, die auf 350 € pro Tag für einen Standardsattelauflieger und bis zu 1.000 € für einen Kühlauflieger geschätzt werden. Erschwerend kam hinzu, dass die Fahrer ein rechtliches Risiko eingingen, da die belarussische Gesetzgebung hohe Strafen für die Überschreitung der Aufenthaltsdauer und im Extremfall sogar die Beschlagnahmung von Fahrzeugen vorsieht. Unter diesem Gesichtspunkt war die Entscheidung, die Grenze wieder zu öffnen, nicht nur eine wirtschaftliche Frage, sondern vor allem eine Lösung für die wachsende Krise hunderter polnischer Unternehmen und ihrer Beschäftigten.

Wie geht es nach der Eröffnung der chinesischen Seidenstraßenbahn weiter? 

Wie die chinesische Agentur Yicai Global in Weißrussland berichtet, sind derzeit Es entstand ein Stau mit 130 Güterzügen. ( Information vom 23.09.2025). Nach Schätzungen von Logistikunternehmen könnte es sieben bis zehn Tage dauern, bis dieser Rückstau abgebaut ist und der normale Bahnbetrieb auf der Seidenstraße wieder vollständig aufgenommen werden kann. Dies bedeutet, dass die bloße Öffnung der Grenze nur der Anfang des Prozesses zur Wiederherstellung der Flüssigkeit der Lieferketten ist.


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