FAS vs DPU – wer zahlt was?

FAS steht für Free Alongside Ship („Frei Längsseite Schiff“), DPU für Delivered at Place Unloaded („Geliefert benannter Ort entladen“). Wir vergleichen, wer Transport, Zollabfertigung und Zoll bezahlt und wo die Gefahr auf den Käufer übergeht.

Die wichtigsten Unterschiede

Bei DPU übernimmt der Verkäufer zusätzlich: Verladung auf das Haupttransportmittel, Hauptfracht und Entladung am Bestimmungsort. Bei FAS zahlt dafür der Käufer. Außerdem unterscheiden sich der Ort des Gefahrübergangs und die Transportart. FAS ist nur für den See- und Binnenschiffstransport vorgesehen.

Verladung auf das Haupttransportmittel
FASKäuferDPUVerkäufer
Haupttransport (Fracht)
FASKäuferDPUVerkäufer
Entladung am Bestimmungsort
FASKäuferDPUVerkäufer
Gefahrübergang
FASLängsseits des Schiffes im VerladehafenDPUAm Bestimmungsort, nach der Entladung
Transportart
FASNur SeefrachtDPUAlle

Vollständige Kostenverteilung

KostenpositionFASDPU
AusfuhrabfertigungVerkäuferVerkäufer
Vorlauf zum Hafen oder TerminalVerkäuferVerkäufer
Verladung auf das HaupttransportmittelKäuferVerkäufer
Haupttransport (Fracht)KäuferVerkäufer
VersicherungKeine PflichtKeine Pflicht
Entladung am BestimmungsortKäuferVerkäufer
EinfuhrabfertigungKäuferKäufer
Zoll und EinfuhrumsatzsteuerKäuferKäufer
GefahrübergangIm Verladehafen, sobald die Ware längsseits des Schiffes steht (z. B. am Kai).Am Bestimmungsort, nach der Entladung.
TransportartNur See- und BinnenschiffstransportAlle Transportarten (See, Schiene, Luft, Straße)

Worauf Sie beim Import aus China achten sollten

FAS Free Alongside Ship

Bei Containern wird FAS praktisch nicht verwendet, weil der Container einige Tage vor der Verladung am Terminal abgegeben wird. FAS ist bei Massengut und Übermaßladungen sinnvoll, bei Containern ist FCA die bessere Wahl.

DPU Delivered at Place Unloaded

Das ist die einzige Klausel, bei der der Lieferant die Ware bei Ihnen entlädt. Er braucht also vor Ort jemanden, der das organisiert, und der Ort muss eine Entladung zulassen. Beim Import aus China wird DPU selten verwendet. Einfuhrabfertigung, Zoll und Einfuhrumsatzsteuer liegen bei Ihnen.

Wann FAS, wann DPU?

  • FAS – bei Massengut und Übermaßladungen in der Seefracht, wenn der Käufer die Verladung an Bord organisiert.
  • DPU – wenn der Lieferant die Ware anliefern und entladen soll (z. B. an einem Terminal oder in einem Lager) und Sie die Einfuhrabfertigung übernehmen.

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Fragen und Antworten

Was ist der Hauptunterschied zwischen FAS und DPU?

Bei DPU übernimmt der Verkäufer zusätzlich: Verladung auf das Haupttransportmittel, Hauptfracht und Entladung am Bestimmungsort. Bei FAS zahlt dafür der Käufer. Außerdem unterscheiden sich der Ort des Gefahrübergangs und die Transportart. FAS ist nur für den See- und Binnenschiffstransport vorgesehen.

Wo geht bei FAS die Gefahr auf den Käufer über?

Im Verladehafen, sobald die Ware längsseits des Schiffes steht (z. B. am Kai).

Wo geht bei DPU die Gefahr auf den Käufer über?

Am Bestimmungsort, nach der Entladung.

Lassen sich FAS und DPU für Bahnfracht aus China verwenden?

Nur DPU. DPU gilt für alle Transportarten, FAS dagegen nur für den See- und Binnenschiffstransport. Deshalb wird FAS bei Bahnfracht aus China nicht verwendet.

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